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Das
'halbe Künstlerlos' (2)
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1930,
im 16. Lebensjahr, gewinnt der bildnerische Ausdruck - nicht immer,
aber auch nicht zufällig - an Kraft ("Eine Gruben fahrt
- Pfannenberger Einigkeit"). Eine Woche allein in Köln
- Übernachtung in der Jugendherberge -. Ausstellungen und Museen
begeistern und bilden.
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Das
'Tagebuch' hört im Sommer 1931auf ("Stürme über
dem Montblanc" im Kino, Klabund's "Kreidekreis" im
Theater in Herborn - die Frankfurter Bühne). |
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Per
Mausklick vom Daumennagel zum größeren Abbild: Im 'Katalog'
der Blätter und Blättchen, die LD bis zum Abitur im Frühjahr
1933 für sich und im Rahmen der Schule hervorbrachte scheint
das Gewicht der vor 1918 beherrschenden Kunstgeschichte und - auffassung
übergroß - das paßt zum Bild, das wir uns heute
von den 20er und 30er Jahren machen. Wenig vom Fortgeschrittenen,
von Impressionisten, Kubisten, Futuristen, Fauves, von Blauer Reiter,
Bauhaus, vom 'Abstrakt-konkreten' dringt durch, und nichts davon
schlägt offenbar in Bann. Ein Besuch im Folkwang-Museum wird
gerade mal notiert. Nein, das stimmt so nicht. Im Wallraf-Richartz
begeistern Arbeiten von Otto Dix, Käthe Kollwitz und - Picasso,
im Folkwang Daumier. Die praktisch-bildnerische Entdeckungsreise
dauert an.
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Aus
dem Sammelsurium seien drei Skizzen hervorgehoben:
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LD
hat die Schule kaum verlassen, als im Elternhaus die Diktatur zuschlägt,
Alfred Dinkelacker wird in den Ruhestand geschickt (und der bis
dahin erworbene Pensionsanspruch noch um 1/3 gekürzt). Er war
Mitglied des 'Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold' und der Gründer
(1923) und Vorsitzende der Kreisgruppe einer der 'Weimarer Parteien'
(DDP). Im September 1933 illustriert LD ein 'Epos' der Schwester
zum fünfzigsten Geburtstag des 'abgebauten' Vaters:
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